Wie entwickeln sich Pinot Noir Jahrgänge um 2012 und 2016 typischerweise?
Pinot Noir aus kühlen bis gemäßigt-warmen deutschen Lagen zeigt bei einem 2012er oft bereits tertiäre Noten wie getrocknete Walderdbeere, Pilz- und Lederanklänge, wobei Säure und feine Tannine noch Struktur geben. Ein 2016er präsentiert sich in vielen Fällen noch fruchtbetonter mit roten Beeren, klarer Säure und geschliffenen Tanninen; er kann aber je nach Ausbau ebenfalls bereits Trinkreife erreichen oder von weiterer Lagerung profitieren. Entscheidend sind Lagerbedingungen, Flaschenreife und die konkrete Selektion (z. B. Einzellage vs. Cuvée). Vor dem Genuss empfiehlt sich Sichtprüfung der Füllstände und gegebenenfalls behutsames Dekantieren.