Wie erkennt man Qualität und Reife bei älteren Weinen?
Bei älteren Weinen entscheidet ein Zusammenspiel aus Farbe, Bouquet, Textur und Füllstand über Qualität und Trinkreife. Farblich zeigen gereifte Rotweine zinnoberrote bis ziegelbraune Nuancen, Weißweine goldene bis bernsteinfarbene Töne. An der Nase offenbaren sich tertiäre Aromen wie Leder, Tabak, Teer, getrocknete Früchte oder Honig; bei Topweinen von Château Margaux, Château Lafite Rothschild oder Domaine de la Romanée-Conti ist die Aromendichte oft besonders vielschichtig. Entscheidend sind auch Füllstand (Ullage: HF, IN, TS, VHS, MS/LS), intakter Kork, Originalverschlüsse und die bekannte Provenienz des Weinguts — z. B. Weingut Keller in deutschen Lagen — sowie Bewertungen von Kritikern wie Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling oder Vinous, die Einschätzungen zur Lagerfähigkeit liefern.