Wie entwickelt sich ein Wein aus dem Jahrgang 2007 im Glas und welche Aromen sind typisch?
Ein Jahrgang 2007 zeigt heute häufig deutliche tertiäre Noten: mürbe rote bis dunkle Früchte, Leder, Tabak, Waldboden und dezente Gewürznoten. Je nach Ausbau kann sich die Fruchtsäure abgeflacht, die Gerbstoffstruktur seidig oder weicher präsentieren. Bei langlebigen Referenzweinen wie Château Margaux, Tenuta San Guido (Sassicaia) oder Domaine de la Romanée-Conti (DRC) entstehen ähnliche Reifearomen, allerdings in individuellen Nuancen. Wichtig ist das Glas- und Serviertemperaturprofil: zu warm betont man alkoholische Noten, zu kalt verschließt der Wein seine Aromen – leichte Rotweine 14–16 °C, schwerere 16–18 °C. Bei sehr gereiften Flaschen sind behutsames Dekantieren und kurzer Kontakt mit Sauerstoff oft ausreichend, um die komplexen Aromen zu öffnen.
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