Wie unterscheiden sich Alterungspotential und Reifeverlauf von Bordeaux und Burgund?
Bordeaux (z.B. Château Lafite Rothschild, Château Margaux) reift oft länger durch kräftige Tannine, gutes Säuregerüst und eine strukturierte Holznote; viele große Bordeaux profitieren von 10–30 Jahren Reife, manche Partien sogar deutlich länger. Burgund (z.B. Domaine de la Romanée-Conti) zeigt eine feinere, terroirbetonte Entwicklung: Pinot Noir reift eleganter, mit feinerer Tanninstruktur und komplexer Primär-zu-Sekundäraromatik; Spitzenburgunder erreichen oft ihren Höhepunkt zwischen 8 und 25 Jahren, abhängig von Lage und Jahrgang. Decantieren, Serviertemperatur und Restzucker beeinflussen den Genusszeitpunkt erheblich.