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1999 gilt in vielen Bordeauxlagen als qualitativ starker Jahrgang mit guter Reife und Struktur. Für Investmentbetrachtungen sind Zustand, Ullage, Original-Holzkiste (OHK), Nachweis der Lagerung, Flaschenformat und Kritikerstimmen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, Vinous) ausschlaggebend. Langfristige Wertentwicklung hängt von Angebot/Nachfrage, Erhaltungszustand und dem Ruf des Weinguts ab.
Wichtige Prüfgrößen sind Füllstand (Ullage), Korkzustand, Etikett und Kapsel. Übliche Ullage‑Bezeichnungen: HF (High Fill, perfekter Füllstand), IN (Into Neck, sehr guter Füllstand), TS (Top Shoulder, akzeptabel bei >15–20 Jahren), VHS (Very High Shoulder, erste Oxidationsanzeichen möglich), MS/LS (Mid Shoulder/Low Shoulder, hohes Risiko). Bei einem 1999er Bordeaux sind IN oder TS in der Regel unproblematisch; VHS sollte genauer beurteilt werden.
Bei korrekter Lagerung reifen 1999er Mission Haut‑Brion‑Flaschen zu tertiären Aromen mit Noten von Leder, Tabak, getrockneten Kräutern und Pilz‑Anklängen. Tannine werden samtiger, die Säure bleibt strukturgebend. Trinkfenster beginnen oft im dritten Jahrzehnt nach der Ernte; viele Spitzenexemplare können 30–50 Jahre Lagerpotenzial behalten, abhängig von Füllstand, Korkzustand und Provenienz.
Gereifte 1999er Bordeauxflaschen vorsichtig öffnen, auf Sediment prüfen und je nach Ullage sanft dekantieren. Ältere Flaschen profitieren oft von kurzem Dekantieren (30–90 Minuten), um Aromen zu öffnen, manche sehr gereiften Exemplare sollten dagegen nur minimal oder gar nicht dekantiert werden. Serviertemperatur für gereifte rote Bordeaux: circa 16–18 °C in einem großen Burgunderglas, das die Entfaltung der Aromen unterstützt.
OHK (Original‑Holzkiste), OWC (Original Wooden Case) oder OC (Original Case) dokumentieren häufig Herkunft und ununterbrochene Lagerung. Originalverpackungen erhöhen Sammlerwert und dienen dem Schutz vor Licht und Temperaturschwankungen. Für Investoren und Sammler ist eine existierende OHK oft ein Qualitätsmerkmal bei Preisvergleichen, vorausgesetzt, die Holzkiste ist vollständig und die Flaschen intern intakt.
Château Mission Haut‑Brion fällt in die französischen Herkunftskennzeichnungen AOC/AOP und gehört zur Graves‑Region, genauer zur Appellation Pessac‑Léognan. Diese Klassifikationen sichern Herkunft und Produktionsregeln und sind wichtig für Handels- und Sammlerbewertungen. Zum Verständnis: AOC steht für Appellation d'Origine Contrôlée und AOP für Appellation d'Origine Protégée.
Provenienz und lückenlose Lagerhistorie sind entscheidend: professionelle Kellerlagerung (konstante 11–14 °C, ca. 60–75 % Luftfeuchte), Dokumente wie Auktionsbelege oder Lagerzeugnisse und kein Temperaturschock erhöhen Vertrauen und Preis. Auf dem Sekundärmarkt wirken sich Füllstand, Korkzustand, Originalverpackung und Bewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, Vinous) unmittelbar auf die Wertermittlung aus.
Château Mission Haut‑Brion stammt aus der Appellation Pessac‑Léognan im Weinbaugebiet Graves, Bordeaux. Der 1999er Jahrgang zeigt typische Merkmale gereifter Pessac‑Léognan‑Weine: konzentrierte schwarze Frucht, erdige Mineralität, Tabak‑ und Zedernnoten sowie feinkörnige Tannine. Mission Haut‑Brion gehört historisch zu den renommierten Gewächsen der Region und basiert in der Assemblage meist auf Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und gelegentlich Petit Verdot.
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