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DRC steht für Domaine de la Romanée‑Conti, eines der renommiertesten Weingüter im Burgund. Bei Burgundern signalisiert die Bezeichnung Grand Cru die höchste Klassifikation einer Lage; Beispiele sind Romanée‑Conti oder La Tâche. Grand Cru aus dem Burgund zeichnen sich durch extreme Terroir‑Präzision, Feinheit und Alterungspotenzial aus. Bei Weinen von Domaine de la Romanée‑Conti ist neben der Lage auch die strenge Selektion, geringe Erträge und traditionelle Weinbereitung ausschlaggebend für Preis und Bewertung. Für Sammler sind Originaletiketten, ein dokumentierter Füllstand und ununterbrochene Lagerkette besonders wichtig.
Großes Gewächs (GG) ist eine Klassifikation innerhalb des VDP, dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (Verband Deutscher Prädikatsweingüter). GG steht für Spitzenweine trockener Stilistik aus den besten Lagen und entspricht qualitativ der höchsten Kategorie; ‚Erste Lage‘ (1L / Erste Lage) ist die Stufe direkt unter dem Großen Gewächs und beschreibt sehr hochwertige, aber nicht ganz oberste Lagen. Weingüter wie Weingut Keller oder bekannte VDP‑Betriebe differenzieren anhand Rebsorte, Hanglage und Ertragsbegrenzung. Bei Kauf und Lagerung sollte man GG‑Etiketten besonders auf Flaschenalter, Jahrgang und Lagerbedingungen prüfen, da diese die Genussreife stark beeinflussen.
Bei Bordeaux‑Weinen wie Château Lafite Rothschild zeigen sich hochwertige Jahrgänge durch ausgewogene Säure, feinporige Tannine, Tiefe der Aromen und eine klare Struktur über mehrere Schichten (Frucht, Gewürze, Mineralität). Historische Vergleichsjahrgänge (z. B. 1982, 2000, 2005, 2009, 2010) dienen als Referenz: Kritikernoten von Robert Parker / Wine Advocate (RP / WA) oder Vinous helfen, Muster zu erkennen. Für die praktische Beurteilung auf Flaschenalter: Farbe (keine starke Braunfärbung), Nase (komplexität, keine stark oxidativen Noten) und Füllstand (Ullage) sind entscheidend. Langfristige Lagerfähigkeit hängt zudem von der Assemblage (Anteil Cabernet Sauvignon, Merlot etc.), der Vegetationsperiode des Jahrgangs und der Ausbauart (Barrique, Fasslager) ab.
Der Füllstand (Ullage) ist ein zentraler Indikator für den Zustand älterer Flaschen. Gängige Begriffe: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei >15–20 Jahren, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationsanzeichen möglich, MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) = hohes Risiko für defekte Weine. Visuell betrachtet sollte man auf den Pegel im Hals und auf etwaige Schimmelspuren am Kork achten. Bei Auktionen und Bewertungen beeinflussen schlechte Ullage‑Stände den Preis deutlich, da sinkende Füllstände oxidationsbedingte Qualitätsverluste wahrscheinlicher machen.
Größere Flaschenformate alternken langsamer und sind für Langzeitlagerung oft vorteilhafter: 0,75 l (Standardflasche), 1,5 l Magnum, 3,0 l Doppelmagnum, 6,0 l Imperial (Bordeaux‑Format) und 9,0 l Salmanazar. Magnums sind besonders beliebt, da sie eine ideale Balance zwischen Handhabung und Lagerstabilität bieten und tendenziell gleichmäßiger altern als 0,75‑Liter‑Flaschen. Für sehr seltene Investitionsweine (z. B. von Château d'Yquem oder großen Burgundern) steigen größere Formate oft prozentual stärker im Wert, vorausgesetzt Provenienz und Lagerbedingungen sind einwandfrei.
Kritikerbewertungen beeinflussen Angebot und Nachfrage maßgeblich. Robert Parker / Wine Advocate (RP / WA), James Suckling (JS), Vinous (VN, Antonio Galloni) und andere erzeugen Preissprünge bei hohen Punktzahlen. Ein Spitzenrating kann den Erstverkaufspreis sowie die Nachfrage am Sekundärmarkt und bei Auktionen (Sotheby's, Christie's) stark erhöhen. Für Investoren ist wichtig, Bewertungen zusammen mit Jahrgangsbericht, Produzentenreputation und Angebotsmenge zu betrachten; punktstarke Weine von Château Lafite Rothschild, Château Margaux oder Domaine de la Romanée‑Conti erzielen deutlich höhere Prämien.
Beim Sekundärmarkt sind klare Provenienz‑Nachweise (Rechnungen, Versanddokumente, Einlagerungsbelege) essenziell. Verlangen Sie vollständige Historie der Lagerorte (ideale Temperatur 10–14 °C, stabile Luftfeuchte 60–75 %) und prüfen Sie Füllstand, Etikett und Flaschenboden auf Konsistenz. Für High‑Value‑Weine empfiehlt sich Lagerung bei professionellen Kellereien mit climate‑control und Inventarverwaltung; viele dieser Anbieter bieten auch Versicherungslösungen an. Beim Verkauf oder Ankauf über Auktionshäuser oder spezialisierte Händler sollte zudem eine Echtheitsprüfung und, falls verfügbar, Analysezertifikat/Provenienzgutachten vorliegen.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Solche Originalverpackungen sind bei Premiumweinen (z. B. Château Margaux, Château Lafite Rothschild, Domaine de la Romanée‑Conti) ein wichtiger Provenienz‑Nachweis und erhöhen den Wiederverkaufswert, weil sie auf unveränderte Lagerung vom Weingut zur Hand des Käufers schließen lassen. Praktisch: eine intakte OHK/OWC bestätigt oft die Originalität und reduziert Zweifel bei Auktionen oder Privatverkäufen; fehlende oder austauschbare Verpackung kann den Marktpreis mindern. Wichtiger Hinweis: Auch mit OHK muss die Lagerhistorie und der Füllstand geprüft werden.
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