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Bitte um eure Angebote, gerne auch gereifte Grand Select. Danke
Ein Chardonnay Tribute von Weingut Wieninger verbindet typischerweise die Rebsortencharakteristik von Chardonnay – gelbe Frucht, reife Zitrusnoten und buttrige/mandelartige Nuancen – mit einem terroirgetriebenen Ausdruck, wie er in der Wiener Weinlandschaft geschätzt wird. Sensibel geprägte Merkmale sind feine Säurestruktur, Mineralität und je nach Ausbau zusätzlich dezente Holznuancen und feine Brioche‑Noten durch Hefelagerung. Verkostungsnotizen sowie Jahrgangsberichte des Weinguts liefern die besten Hinweise auf Stil und Reifepotenzial.
Die Bezeichnung ‚Grand Select‘ ist kein staatlich geregelter Begriff, sondern eine herstellerseitige Qualitäts‑ oder Reservekennzeichnung. In der Praxis signalisiert ‚Grand Select‘ oft eine Selektion besonders reifer Trauben, längere Fasslagerung oder sorgfältigere Selektion im Weingarten. Da Definitionen variieren, ist es sinnvoll, beim jeweiligen Weingut – etwa Weingut Wieninger – die genaue Bedeutung der Bezeichnung und die entsprechende Jahrgangs- oder Ausbaubeschreibung zu prüfen.
Optimale Lagerbedingungen: konstante Temperatur um 10–14 °C, relative Luftfeuchte 60–75 %, dunkler, vibrationsfreier Ort und Flaschen liegend zur Vermeidung des Austrocknens des Korkens. Originalverpackungen wie OHK/OWC bieten zusätzlichen Schutz. Vor dem Öffnen gereifter Flaschen empfiehlt sich eine Dekantierung mit Rücksicht auf Sediment und Reifegrad.
Wichtige Abkürzungen: OHK steht für Original‑Holzkiste, OC/OWC für Original Case / Original Wooden Case – Hinweise auf vollständige Lieferausstattung. VDP bedeutet Verband Deutscher Prädikatsweingüter, eine deutsche Qualitätsvereinigung; DAC steht für Districtus Austriae Controllatus, ein österreichisches Herkunftssystem. DRC ist die Abkürzung für Domaine de la Romanée‑Conti, ein berühmtes Burgunderhaus. Solche Kürzel helfen bei Bewertung, Herkunftscharakter und Provenienzprüfung.
Größere Formate wie Magnum (1,5 l) altern in der Regel langsamer und oft gleichmäßiger als Standard‑0,75‑L‑Flaschen, da das Verhältnis von Luft im Hals zum Wein günstiger ist. Für langfristige Lagerung und Sammlerzwecke können Magnums oder Doppelmagnums vorteilhaft sein, insbesondere bei gereiften, strukturreichen Weinen. Lagerstrategie und Lagerdauer sollten an das jeweilige Format angepasst werden.
Auf dem Sekundärmarkt sind Provenienz (Lagerhistorie, Händlerreputation), Füllstand, Etikettenzustand, Originalverpackung (OHK/OWC) und ggf. vorhandene Prüfberichte entscheidend. Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous, Jancis Robinson) und Auktionshistorie geben zusätzliche Preis‑ und Qualitätsreferenzen. Bei Unsicherheit ist eine unabhängige Begutachtung empfehlenswert.
Der Füllstand ist ein zentrales Qualitätsmerkmal bei alten Flaschen. Übliche Einstufungen: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr gut, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei >15–20 Jahren, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationsanzeichen möglich, MS/LS (Mid/Low Shoulder) = erhöhtes Risiko für Qualitätsmängel. Beim Kauf gereifter Weine sollten HF/IN bevorzugt werden; höhere Schultern erfordern besondere Vorsicht und ggf. professionelle Prüfung.
Die Trinkreife hängt von Jahrgang, Ausbaustil (Stahl vs. Holz), Säurestruktur und Restextrakt ab. Ein hochwertiger, im Holz ausgebauter Chardonnay Tribute kann bei idealer Lagerung 8–20 Jahre oder länger reifen, wobei die primären Fruchtaromen zu komplexen tertiären Noten (Nüsse, Honig, getrocknete Früchte) übergehen. Für gereifte Grand‑Select‑Abfüllungen empfiehlt sich vor dem Kauf die Prüfung von Füllstand (Ullage) und Lagerhistorie, um das aktuelle Reifestadium besser einschätzen zu können.