240 €
1Flasche
Langfristige Lagerung verlangt konstante Bedingungen: 10–14 °C, 60–75 % Luftfeuchtigkeit, dunkel und vibrationsfrei, Flaschen liegend zur Feuchtigkeit des Korkens. Vor dem Servieren empfiehlt sich langsames Anheben der Flasche, langsames Eingießen und bei gereiften 1998ern eine vorsichtige Dekantierung von 30–90 Minuten, um Sedimente zu schonen und Aromen zu öffnen. Die ideale Trinktemperatur für gereifte Médoc-Rotweine liegt bei 16–18 °C.
Ein gereifter Château Lamothe Cissac 1998 profitiert meist von einer kurzen bis mittleren Dekantierzeit; bei labiler Flaschenlage kann bereits 30 Minuten ausreichend sein, stärker verschlossene Exemplare vertragen bis zu 90 Minuten. Ziel ist, Sediment zu trennen und verschlossene Aromen zu öffnen, ohne verblassende Frische zu verlieren. Vorgehen: Flasche aufrecht stellen, langsam in ein klares Dekantiergefäß gießen, bis das Sediment sichtbar wird, dann stoppen; Aromenentwicklung im Glas beobachten und ggf. nachdekantieren.
Die Angabe '1 Flasche' bezieht sich in der Regel auf eine Standard-Bordeauxflasche mit 0,75 Liter Fassungsvermögen. Dieses Format ist das klassische Format für Weinverkäufe, vergleichbar mit den gängigen Flaschenmaßen wie Magnum (1,5 l) oder Demi (0,375 l). Für Sammler ist die Flaschengröße relevant, weil größere Formate meist langsamer reifen und oft bevorzugt für lange Lagerdauern sind.
Château Lamothe Cissac folgt typischer Médoc-Blend-Tradition: dominierend ist Cabernet Sauvignon, ergänzt durch Merlot und oft Anteile von Petit Verdot oder Cabernet Franc. Stilistisch sind die Weine strukturiert, mit präsenten Tanninen, mittlerem bis vollem Körper und einer Ausrichtung auf Reifefähigkeit. Das Ergebnis ist ein klassischer Bordeaux-Charakter mit dunkler Frucht, Bitterschokolade-Noten und mineralischer Länge.
Gereifte Bordeaux aus starken Jahrgängen können sowohl konsum- als auch investitionsrelevant sein, wobei Kriterien wie Ruf des Weinguts, Jahrgangsqualität, Provenienz, Lagerung und Flaschenzustand den Marktwert bestimmen. 1998er haben wegen ihres Alters und ihrer Trinkreife Sammlerwert, aber die Preisentwicklung hängt von Nachfrage, vorhandenen Restbeständen und Kritikerbewertungen ab. Für Anleger gilt: auf belegbare Lagerhistorie achten, Diversifikation wählen und gegebenenfalls unabhängige Gutachten oder professionelle Auktionsbewertungen heranziehen.
Château Lamothe Cissac ist ein klassisches Weingut der Médoc-Halbinsel und gehört zur Gemeinde Cissac-Médoc im nördlichen Bereich des Haut-Médoc, Bordeaux. Die Weine spiegeln die linke Ufer-Tradition wider: gut strukturierte, tanninbetonte Rotweine mit klarer Cabernet Sauvignon-Prägung und Merlot-Anteil. Kenner schätzen solche Weingüter wegen ihres Terroirbezugs, der Nähe zum Médoc-Gravel und ihrer Eignung für längere Reifephasen.
Bei einem 1998er ist der Füllstand (Ullage) ein entscheidender Indikator für den Zustand: High Fill (HF) oder Into Neck (IN) sind ideal, Top Shoulder (TS) noch akzeptabel, während Mid Shoulder (MS) oder Low Shoulder (LS) ein erhöhtes Oxidationsrisiko bedeuten. Zusätzlich sollten Korkzustand, Etikett- und Capsule-Zustand sowie Geruch der Verpackung geprüft werden; sichtbare Ausblühungen oder starker Korkgeruch können auf Probleme hinweisen. Provenienz und konstante Lagerhistorie sind genauso wichtig wie der visuelle Zustand.
Der Jahrgang 1998 gilt in vielen Teilen des Bordelais, speziell im Médoc, als sehr gutes bis hervorragendes Jahr mit reifen, konzentrierten Weinen und vergleichsweise warmer Vegetationsperiode. Links der Gironde lieferten viele Châteaux dichte Tannine und langlebige Strukturen, die Jahrzehnte Lagerpotenzial bieten. Bei älteren 1998ern sind sekundäre Aromen wie Leder, Tabak und getrocknete Kräuter mittlerweile häufig präsent, ergänzt von reifer Früchtextraktion.
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