45 €
2023 , top gelagert , Versand via dhl
Weine mit der Lagenbezeichnung "Roter Berg" deuten oft auf eine spezifische Einzellage hin, deren Boden- und Mikroklima das Profil prägt. Bei einem Chardonnay aus einer solchen Lage treten typischerweise klare Fruchtnoten (Granny Smith, gelber Apfel, Zitronenzeste), eine präsente aber feine Säurestruktur und mineralische Nuancen in den Vordergrund. Wenn ein Betrieb wie das Weingut Lukas Hammelmann diese Einzellage keltert, ist mit einer fokussierten Stilistik zu rechnen, die balanceorientiert ausgebaut werden kann — je nach Ausbau im Edelstahltank eher fruchtbetont, bei Ausbau im Barrique mit mehr Vanille- und Toastnoten.
Der Jahrgang bestimmt Reifegrad, Säureprofil und oft auch den Alkoholgehalt eines Chardonnay. Generell beeinflussen Temperatur- und Niederschlagsverlauf im Vegetationszyklus das Verhältnis von Frucht- zu Säurearomen: kühleres Wetter fördert frische Zitrus- und grüne Apfelnoten sowie lebendige Säure, wärmere Perioden verstärken gelbfruchtige Aromen und Konzentration. Für die sensorische Einschätzung eines Chardonnay eines bestimmten Jahrgangs empfiehlt sich das Studium von Erntezeitpunkt, Mostgewicht und Winzerangaben zum Ausbau.
Optimale Lagerung: konstante Temperatur zwischen 10–13 °C, relative Luftfeuchte 60–75 %, dunkler, vibrationsarmer Raum und liegende Flaschenlagerung zum Anfeuchten des Korkens. Für hochwertige Flaschen von Weingütern wie Lukas Hammelmann empfiehlt sich eine Reifekontrolle (Ullage prüfen). Serviertemperatur: 10–12 °C für frische, stahlgebaute Varianten; 12–14 °C für opulentere, im Holz ausgebaute Chardonnays. Vor dem Genuss leicht dekantieren oder 10–20 Minuten atmen lassen, um komplexe Aromen zu öffnen.
Die Original-Holzkiste (OHK, auch Original Wooden Case, OWC oder Original Case) schützt Flaschen physisch und erhöht die Provenienz-Sichtbarkeit. Für Sammler und den Sekundärmarkt ist die OHK ein Qualitätsmerkmal: Sie erleichtert Transport, reduziert Bruchrisiko und signalisiert unveränderte Herkunft. Bei Auktionen und Wiederverkauf kann eine intakte OHK die Nachfrage und damit den Preis positiv beeinflussen, da Händler und Käufer Echtheit und Sorgfalt bei Lagerung besser einschätzen können.
Sicherer Versand erfordert stabile Polsterung, stoßdämpfende Innenverpackung (z. B. Wellpappe- oder Schaumstoff- Einsätze) und möglichst versiegelte Außenkartons. Temperaturkontrolle ist bei Extremwerten zu bedenken — bei Hitze oder Frost sollten temperaturgeführte Services gewählt werden. Versicherung gegen Verlust/Bruch sowie Sendungsverfolgung sind Pflicht, ebenso die Kennzeichnung als zerbrechliche Ware. Für besonders wertvolle Flaschen empfiehlt sich Versand im Original-Holzkasten und dokumentierte Übergabe mit Empfangsbestätigung.
Ullage beschreibt den Abstand zwischen Weinoberfläche und Flaschenverschluß; sie ist ein Indikator für Reifung und eventuellen Verlust durch Verdunstung. Gängige Stufen: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei älteren Weinen, VHS/ MS/ LS (Very High Shoulder / Mid Shoulder / Low Shoulder) markieren zunehmenden Verlust und erhöhtes Oxidationsrisiko. Bei hochwertigen Flaschen von etablierten Weingütern sollte HF oder IN vorliegen; TS kann bei älteren Jahrgängen normal sein, MS/LS erfordert Vorsicht.
Ob ein Chardonnay als Anlage geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Reputation des Weinguts (z. B. Weingut Lukas Hammelmann), limitierte Produzentenmengen, Kritikerbewertungen, Jahrgangsqualität sowie dokumentierte Lagerung und Provenienz. Chardonnay-Weine mit ausgeprägter Struktur und hohem Reifepotenzial, die in offiziellen Bewertungen positiv auffallen, haben bessere Chancen auf Werterhalt oder Wertsteigerung. Wichtig sind außerdem sichere Lagerung (konstanter Keller), Originalverpackung und nachvollziehbare Herkunft, um Vertrauen auf dem Sekundärmarkt zu schaffen.
Ein mineralisch-frischer Chardonnay harmoniert hervorragend mit Meeresfrüchten, gebackenem Fisch, Geflügel mit sahnigen Saucen sowie mild gereiftem Käse. Hölzerner Ausbau ergänzt gebratene Gerichte, Pilzrisotto oder reiche Geflügelrezepte. Glaswahl: Ein mittelgroßes Burgunderglas oder Universal-Weißweinglas erlaubt eine gute Aromenkonzentration und ausreichend Oberfläche für die Entfaltung; bei stark im Holz ausgebauten Varianten lohnt ein etwas größeres Glas, um komplexe Aromen zu fassen. Serviertemperatur 10–14 °C je nach Stil.
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