850 €
3 x Against the wall 1996 Preis je Flasche
Wichtige Abkürzungen: OHK steht für Original-Holzkiste, OWC beziehungsweise OC für Original Wooden Case/Original Case – beides wichtig für Provenienz. VDP bedeutet Verband Deutscher Prädikatsweingüter, der in Deutschland Qualitätsstufen (z. B. Erste Lage, Großes Gewächs) definiert. DRC steht für Domaine de la Romanée-Conti, ein ikonisches Burgunderhaus; die Abkürzung wird oft als Referenz für Spitzenbetriebe genutzt. Kenntnis dieser Begriffe hilft bei Bewertung, Lagerung und Handel alter Flaschen.
Bei rund 25–30 Jahre alten Flaschen sind Füllstand und Kapsel entscheidend: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist akzeptabel, VHS (Very High Shoulder) deutet auf beginnende Oxidation hin, MS/LS (Mid/Low Shoulder) birgt hohe Risiken. Prüfen Sie außerdem Korkzustand, Ausblühungen an Hals und Kapsel, sowie Risse oder Undichtigkeiten. Eine professionelle Begutachtung durch einen erfahrenen Händler oder Restaurator empfiehlt sich, bevor größere Investitionen getätigt werden.
Krankl liest sich wie ein Erzeuger- oder Familienname und wird in Weinlisten häufig als Produzentenbezeichnung geführt (z. B. Weingut Krankl). Bei der Recherche helfen gezielte Suchbegriffe wie "Weingut Krankl", regionale Weinverbände, AOC-/DOC-Register oder Plattformen wie Wine-Searcher und CellarTracker. Ergänzend lohnt sich die Suche in nationalen Weininstituten, historischen Jahrgangsarchiven und bei Händlern, die Kontaktdaten oder Etikettenbilder zur Verfügung stellen. Typische Namensformen im internationalen Vergleich sind etwa Château (Frankreich), Weingut (Deutschland/Österreich) oder Domaine (Burgund).
Namen wie "Against the wall" sind häufig Cuvée- oder Sonderabfüllungen, künstlerische Labelnamen oder limitierte Editionen. Solche Namen können auf eine besondere Produktion, ein Projekt des Winzers oder eine Marketing-Edition hinweisen. Zur Einordnung prüfen Kenner das Etikett auf zusätzliche Hinweise (Jahrgang, Parzelle, Losnummer) und recherchieren, ob die Bezeichnung in Datenbanken, Auktionskatalogen oder auf der Website des Herstellers dokumentiert ist.
Die Herkunft lässt sich über mehrere Indikatoren ermitteln: vollständiger Rücketikett-Text, Appellation/Prädikat, Importeursstempel, Flaschenform und Chargennummern. Digitale Hilfsmittel wie Wine-Searcher, CellarTracker oder nationale Katastersysteme helfen, Etikettenbilder abzugleichen. Falls nötig, liefern Auktionsarchive (Sotheby's, Christie's), Produzentenarchive oder offizielle Herkunftsregister (AOC/AOP, DOC/DOCG, DAC) verlässliche Nachweise. Direkter Kontakt mit dem vermuteten Weingut (z. B. Weingut, Château oder Domaine) klärt oft offene Fragen zur Abfüllung.
Authentizität ermitteln Sie durch mehrstufige Prüfung: visuelle Kontrolle von Etikett, Flaschenform, Rücketikett und Kapsel; Abgleich mit Referenzbildern aus Auktionsarchiven; Prüfung von Füllstand, Kork und Glasdetails; und Einsicht in Kaufbelege, Auktionskataloge oder Exportdokumente. Bei begründeten Zweifeln sind Labortests (z. B. Isotopie- oder Weinanalyse) und Begutachtungen durch renommierte Auktionshäuser oder spezialisierte Gutachter empfehlenswert. Ergänzend geben Kritiken und Datenbanken von Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, James Suckling oder Jancis Robinson Orientierung zu Nennungen und Marktwerten.
Mehrere gleiche Flaschen (z. B. 3x derselbe Jahrgang/Abfüllung) erhöhen die Handelbarkeit: Sammler und Händler bevorzugen oft Partien, weil sie Rückstellungen für Trinkproben oder Auktionen ermöglichen. Der Preis pro Flasche kann bei einem kleinen Lot stabiler oder leicht günstiger sein als bei Einzelstücken, während die Lagerstrategie empfiehlt, die Flaschen zusammen zu lagern, gleiche Temperatur- und Feuchtebedingungen zu sichern und Identität/Provenienz einheitlich zu dokumentieren.
Weine aus 1996 zeigen heute oft ausgeprägte tertiäre Merkmale: Leder, Tabak, Waldpilz, getrocknete Früchte und Gewürznoten; die Farbe kann bei Rotweinen ziehendes Rubin bis ziegelrot sein. Das genaue Reifeverhalten hängt von Rebsorte, Ausbau und Herkunft ab. In Top-Bordeaux-Jahrgängen 1996 etwa entwickelten sich lange lagerfähige Strukturen; in weniger kraftvollen Lagen kann ein 1996er bereits sein Optimum überschritten haben. Vor dem Servieren empfiehlt sich je nach Zustand längeres Dekantieren (30–120 Minuten) oder ein Probeschluck, um Oxidationsnoten zu beurteilen.
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