1250 €
im Paket
Der Füllstand (Ullage) ist ein zentraler Indikator für den Zustand gereifter Flaschen: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei Weinen älter 15–20 Jahre akzeptabel. VHS (Very High Shoulder) kann erste Oxidationszeichen belegen, MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) deuten auf hohes Risiko oder bereits beeinträchtigten Wein hin. Bei Champagner ist eine stabile Korkdichtigkeit essenziell; deshalb nimmt der Ullage‑Zustand bei Bewertungen auf dem Sekundärmarkt großen Einfluss auf Preis und Verwendbarkeit.
Maison Jacques Selosse, geprägt durch Anselme Selosse, steht für eine markante Interpretation der Champagne: Chardonnay aus Grand‑Cru‑Terroirs der Côte des Blancs (insbesondere Avize) wird häufig im Eichenfass vinifiziert, wodurch oxidative, nussige und tiefgründige Aromen neben frischer Zitrusfrucht entstehen. Im Vergleich zu klassischen Häusern wie Krug oder Salon verfolgt Selosse einen terroirbetonteren, oft burgundisch beeinflussten Stil, der Langlebigkeit und eine komplexe Aromenentwicklung fördert.
"Im Paket" bezeichnet im Weinhandel in der Regel eine gebündelte Menge von Flaschen oder eine Charge, die zusammen verkauft wird. Für Sammler und Investoren ist die Originalverpackung – etwa eine Original‑Holzkiste (OHK), ein Original Wooden Case (OWC) oder ein Original Case (OC) – ein Qualitätsmerkmal: Sie dokumentiert oft bessere Provenienz, reduziert Transportschäden und kann den Marktpreis deutlich positiv beeinflussen, da viele Auktionshäuser und Händler Originalverpackung als Vertrauensindikator werten.
Champagner von hohem Reife‑ und Sammelwert verlangt konstante Lagerbedingungen: 10–12 °C, circa 70 % relative Luftfeuchte, dunkel und vibrationsfrei. Flaschen sollten liegend gelagert werden, solange ein Naturkorken oder eine ähnliche Verschlussart vorhanden ist. Originalverpackungen wie OHK (Original‑Holzkiste), OWC (Original Wooden Case) oder OC (Original Case) schützen vor Licht und Temperaturschwankungen und verbessern oft die Werthaltigkeit bei Weiterverkauf.
Selosse ist aufgrund kleiner Produktionsmengen, hoher Nachfrage und seines Kultstatus im Sekundärmarkt für Sammler und Anleger interessant. Entscheidende Kriterien sind lückenlose Provenienz, ein guter Füllstand, Originalverpackung und die konkrete Cuvée sowie Jahrgangsbewertung. Anleger sollten zudem Marktliquidität, Auktionsresultate und Berichterstattung in Fachmedien (z. B. Vinous, Jancis Robinson) beobachten. Ein diversifiziertes Portfolio und realistische Haltedauer sind unerlässlich; Weininvestments sind nicht risikofrei.
Für Selosse empfiehlt sich eine geringfügig höhere Serviertemperatur als bei einfachen Champagnern, typischerweise 8–10 °C, um Aromentiefe und Textur zu zeigen. Ein bauchiges Weißweinglas oder ein Burgunderglas hebt die Komplexität besser hervor als ein Sektflöte. Vorsichtiges Entkorken, langsames Einschenken und gegebenenfalls kurzes Dekantieren (bei sehr gereiften, oxidativ geprägten Exemplaren) geben Zeit für Duftöffnung. Bei Speisen harmonieren durch geröstete und nussige Noten gegrillte Meeresfrüchte, Pilzgerichte oder gereifter Hartkäse besonders gut.
Gute Provenienz umfasst Originalrechnungen, Auktions‑ oder Händlerdokumente sowie eine durchgängige Kühlketten‑ oder Lagerhistorie. Maison Jacques Selosse kennzeichnet viele Abfüllungen mit Rücketiketten, auf denen Disgorgement‑Datum und Los‑Angaben stehen können; diese Angaben lassen sich mit Händlerdaten und Auktionsarchiven abgleichen. Bei besonders wertvollen Flaschen ist die Überprüfung durch renommierte Auktionshäuser (z. B. Sotheby’s, Christie’s) oder spezialisierte Händler ratsam. Zum Vergleich ziehen Sammler häufig Praktiken anderer Spitzenhäuser heran, etwa der Domaine de la Romanée‑Conti (DRC, Domaine de la Romanée‑Conti) in Burgund, um Echtheitsmerkmale und Provenienzmethoden zu verstehen.
Für hochwertige Chardonnay‑Grundweine, wie sie Maison Jacques Selosse nutzt, sind vor allem die Grand‑Cru‑Dörfer Avize, Cramant, Oger und Le Mesnil‑sur‑Oger von Bedeutung. Diese Kreideböden liefern eine feine Mineralität und Säurestruktur, die in Verbindung mit Holz‑Ausbau und langer Flaschenreife die charakteristische Tiefe und Präzision vieler Selosse‑Cuvées entstehen lassen.
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