170 €
Magnum-Flasche Jhg 2013
Der Jahrgang 2013 ist inzwischen über ein Jahrzehnt alt; die Entwicklung hängt stark von Rebsorte, Ausbau und Lagerbedingungen ab. Bei strukturierten Rotweinen und einigen Weißweinen kann 2013 in ein Stadium reifer Primär- und komplexer Sekundäraromen übergehen: getrocknete Frucht, Leder, Waldboden, tertiäre Noten. Wichtige Indikatoren sind Farbe, Nase und Füllstand (Ullage). Eine kontrollierte Freilegung (sanftes Dekantieren oder ruhiges Öffnen) hilft, die Balance zu beurteilen. Entscheidungskriterien für Trinkreife sind noch vorhandene Säure, integrierte Tannine und klare Fruchtkerne.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Komplett erhaltene Original-Verpackungen erhöhen meist die Werthaltigkeit und erleichtern Provenienznachweise, da sie Lagerhistorie und Versandbedingungen dokumentieren können. Für Sammler und den Sekundärmarkt sind OHK/OC/OWC häufig ein Qualitätsmerkmal: sie schützen die Flaschen während der Lagerung und Transport und wirken sich positiv auf Auktionsergebnisse und den Wiederverkaufswert aus.
Magnum (1,5 l) ist ein etabliertes Format, das sich deutlich anders entwickelt als die Standardflasche (0,75 l). Wegen des größeren Verhältnis Volumen/Luft reift Wein in der Magnum in der Regel langsamer und gleichmäßiger; Tannine und Aromen integrieren sich oft homogener, was besonders bei lagerfähigen Weinen vorteilhaft ist. Für Sammler und Genießer bedeutet das: eine Magnum kann in mittleren bis langen Reifephasen mehr Frische bewahren und bei der Öffnung oft harmonischer erscheinen. Beim Servieren empfiehlt sich je nach Alter nur sanftes Dekantieren, um Sedimente zu schonen und die Aromatik kontrolliert zu öffnen.
Optimale Lagerbedingungen: konstante Temperatur (idealerweise 10–14 °C), moderate relative Luftfeuchte (60–75 %), dunkel, vibrationsarm und waagerecht gelagert. Vor Versand Magnum-Flaschen gut polstern, Original-Holzkiste verwenden wenn vorhanden, Temperaturwechsel vermeiden. Für wertvolle Flaschen empfiehlt sich eine Transportversicherung, dokumentierte Provenienz und Fotos des Füllstands sowie der Etiketten vor dem Versand.
Prüfen Sie fotografische Dokumentation von Etikett, Rückensiegel, Kapsel, Korkstand und Füllstand; vergleichen Sie Etikettendetails mit Herstellerangaben und Auktionseinträgen. RP steht für Robert Parker beziehungsweise Wine Advocate, WA für Wine Advocate (Wine Advocate ist oft in Kombination mit Robert Parkers Bewertungen genannt) und JS für James Suckling; Kritikerbewertungen helfen bei Einordnung, ersetzen aber nicht die physische Prüfung. Achten Sie auf Übereinstimmung von Chargennummern, mögliche Reparaturen am Flaschenhals und auf eine lückenlose Lagerhistorie, um Authentizität und Zustand sicher zu beurteilen.
Bei einer älteren Magnum empfiehlt sich vorsichtiges Vorgehen: Flasche vor dem Öffnen mindestens 24 Stunden stehen lassen, damit Sedimente sich setzen. Öffnen am besten mit einem langen Korkenzieher; bei vorhandenen Sedimenten sanft und langsam dekantieren oder alternativ gläsern probieren. Große Formate profitieren oft von kürzerem, kontrolliertem Kontakt mit Sauerstoff – eher leichtes Umgießen als stundenlanges Dekantieren. Serviertemperatur richtet sich nach Rebsorte: kräftige Rotweine 16–18 °C, kräftigere Weißweine 10–12 °C.
Ullage bezeichnet den Flüssigkeitsstand im Hals der Flasche und ist ein wichtiger Zustandshinweis. Bei älteren Flaschen gelten die Kategorien High Fill (HF), Into Neck (IN), Top Shoulder (TS), Very High Shoulder (VHS), Mid Shoulder (MS) und Low Shoulder (LS). Für eine Magnum von 2013 sind HF oder IN ideal; TS ist noch akzeptabel, VHS kann erste Oxidationsanzeichen signalisieren. MS/LS erhöhen das Risiko auf ausgelaufene oder oxidierte Weine. Bei Bewertung immer die Flasche in Seitenlage sowie Front- und Rücketikett prüfen und dokumentieren.
Magnums sind bei Sammlern und Investoren wegen ihrer Lagerstabilität und Präsentationswirkung begehrt. Anlagepotenzial hängt von Produzent, Seltenheit, Zustand (Ullage, Etikett, Kapsel) und dokumentierter Provenienz ab. Der Wert pro Liter kann in Magnums vorteilhaft gegenüber Standardflaschen sein, weil sie seltener angeboten werden. Für eine fundierte Investitionsentscheidung sollten Marktpreise, Auktionsresultate und Bewertungen ähnlicher Jahrgänge herangezogen werden; zudem ist eine saubere Lagerhistorie entscheidend.
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