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suche Ornellaia 10
OHK steht fuer Original‑Holzkiste, OC fuer Original Case und OWC fuer Original Wooden Case. Diese Begriffe beschreiben, ob der Wein mit seiner originalen Verpackung geliefert wird. Bei Premiumweinen wie Ornellaia steigert eine originale Holzkiste den Sammlerwert, weil sie als Indiz fuer sorgfältige Handhabung und bessere Provenienz gilt. Fuellungen, Etikettenzustand und Begleitdokumente bleiben oft besser erhalten, wenn die Flaschen im Originalholzkasten gelagert wurden.
Ornellaia 2010 verfügt oft über ein langes Reifepotenzial; viele Flaschen profitieren von 10–30+ Jahren Lagerung, abhängig von Ausbau und Füllstand. Frühe Trinkphase (nach ca. 8–12 Jahren) zeigt noch jugendliche Tannine und dichte Frucht, mittlere Phase bringt mehr Sekundäraromen wie Leder und Tabak, bei langer Reife treten tertiäre Noten hervor. Optimaler Trinkzeitpunkt erkennt man an geschmeidiger Tanninstruktur, abgerundeter Säure und harmonischer Aromentiefe; im Zweifelsfall eine Probeflasche dekantieren und wieder bewerten.
Ornellaia ist ein klassischer Super‑Tuscan‑Blend, bei dem Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot dominieren. Cabernet Sauvignon liefert Struktur, dunkle Frucht und Lagerfähigkeit; Merlot sorgt für samtige Textur und Fruchttiefe; Cabernet Franc bringt florale und würzige Noten; Petit Verdot verstärkt Farbe und Gerbstoffe. Im 2010er führt diese assemblage zu einem dichten, komplexen Profil mit Balance zwischen Frucht, Gerbstoffen und mineralischer Präzision.
Ullage gibt Auskunft über den Flüssigkeitsverlust durch Verdunstung und ist ein wichtiger Alterungsindikator. HF (High Fill) bedeutet perfekter Füllstand bis nahe dem Korken; IN (Into Neck) ist sehr gut; TS (Top Shoulder) ist bei alten Flaschen akzeptabel; VHS (Very High Shoulder) deutet auf beginnende Oxidation hin; MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) sind kritisch und erhöhen das Risiko eines gealterten oder beschädigten Weins. Bei Ornellaia 2010 sind HF oder IN bevorzugt, besonders für Sammler‑ und Investmentzwecke.
Tenuta dell'Ornellaia ist eines der ikonischen Weingüter der Bolgheri‑Küste in der Toskana. Die Kombination aus mediterranem Klima, kuehlem Meereseinfluss und kiesigen bis sandigen Böden erzeugt reife, konzentrierte Trauben mit feiner Säurestruktur. Ornellaia 2010 zeigt typischerweise die dichte, strukturierte Stilistik des Weinguts: schwarzfruchtige Konzentration, feine Kräuterwürze und markante, aber integrierte Tannine. Der Jahrgang 2010 in Bolgheri wird oft als langlebig beschrieben und eignet sich für langfristiges Cellaring bei kontrollierter Lagerung.
Zur Prüfung der Echtheit sollte man Etikett, Capsule, Schlegelprägung und Flaschenform mit bekannten Originalmustern vergleichen. Rechnungen, Lagerbestätigungen, Weingutdokumente oder Nummern auf sogenannten winery records erhöhen die Glaubwürdigkeit. Seriöse Händler, Provenienzketten und professionelle Gutachter können zusätzliche Sicherheit bieten. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine störungsfreie Begutachtung in Verbindung mit Fotos von Etiketten, Hals und Flaschenboden sowie eine ggf. chemische oder sensorische Analyse durch Experten.
Ornellaia 2010 profitiert vor dem Servieren meist von Luftkontakt: 60–120 Minuten Dekantieren ist ein guter Richtwert; bei sehr gereiften Flaschen genuesst man vorsichtig in kleinen Schritten. Serviertemperatur liegt zwischen 16–18 °C; zu warm verwischt Frucht, zu kalt betont Tannine. Glas mit großem Kelch (Bordeaux‑Typ) unterstützt die Aromaentfaltung. Passt hervorragend zu kräftigen Fleischgerichten, geschmortem Wild, reifen Käsesorten und intensiven Saucen, die die Tanninstruktur und Fruchtdichte ausbalancieren.
Ornellaia 2010 gilt als sammelwürdiger Jahrgang, besonders in makellosem Zustand und mit lückenloser Provenienz. Für Investitionsentscheidungen sind Lagerzustand, Füllstände, Originalverpackung, Flaschenformat (Magnums erhöhen oft den Wert) und Marktnachfrage entscheidend. Sammler prüfen Auktionshistorie, Handelsliquidität und mögliche Kosten für Versicherung und Lagerung. Diversifikation und Beratung durch spezialisierte Broker oder Weinbanken reduzieren das Risiko.
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