30 €
mehrfach vorhanden aus OHK
Das Terroir von Pessac-Léognan in Graves zeichnet sich durch gut durchlässige kies- und schieferhaltige Böden aus, was kräftige Reifung und feine Mineralität fördert. Château Smith Haut Lafitte profitiert von diesem Untergrund durch eine ausgeprägte Struktur, gute Säurebalance und oft eine feine Graphit- oder Rauchsalzkomponente, die sich in fruchtigen wie auch komplexen Aromaprofilen niederschlägt.
Zweitweine bieten oftmals ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und geringeres Risiko als Spitzenweine, sind aber in Sachen Werterhalt und Rendite zumeist weniger attraktiv als die Grand Vins berühmter Châteaux. Wichtige Kriterien für eine Anlageentscheidung sind Jahrgangsqualität (2020 gilt in Bordeaux als stark), Provenienz, Original-Holzkiste (OHK) und Bewertungen durch Fachkritiker wie Robert Parker (Wine Advocate), Vinous oder James Suckling. Für langfristige Investments sind notorisch sammelwürdige Weine mit limitierter Verfügbarkeit oft geeigneter als Zweitweine.
Als Zweitwein ist Le Petit in der Regel früher trinkreif als das Château-Grand Vin, dennoch profitiert ein guter 2020er von einigen Jahren Flaschenreife. Für Trinkgenuss empfiehlt sich eine Lagerzeit von etwa 3–10 Jahren; in sehr guten Chargen und bei sorgfältiger Lagerung kann das Potenzial auch darüber hinausgehen. Wer langfristig auf Reifepotential setzt, prüft Provenienz und Flaschenzustand sowie Verkostungsnotizen renommierter Kritiker.
Der Füllstand (Ullage) gibt Auskunft über mikrooxidative Entwicklung: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei älteren Flaschen akzeptabel, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) ein höheres Risiko indizieren. Das Etikett und Capsule liefern Hinweise zur Lagerung und Originalität; Beschädigungen oder Nachretuschen können die Provenienz infrage stellen. Bei wertvolleren Flaschen sollte auch ein Blick auf Versand- und Lagerdokumentation sowie mögliche Gutachten erfolgen.
Weine aus Pessac-Léognan, inklusive Zweitweinen von Château Smith Haut Lafitte, basieren typischerweise auf einer Mischung aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und oft einem Anteil Petit Verdot. Der Jahrgang 2020 in Bordeaux brachte besonders reife Frucht, klare Säure und strukturgebende Tannine, sodass ein 2020er Le Petit oft dichte, konzentrierte Frucht zeigt, aber durch die Zweitwein-Philosophie zugänglicher vinifiziert ist als das Grand Vin.
Konstante Lagerbedingungen sind entscheidend: ca. 12 ±2 °C, relative Luftfeuchte 60–75 %, dunkler, vibrationsfreier Lagerraum und die Flaschen liegend, um den Korken feucht zu halten. Vermeiden Sie Temperaturschwankungen, direkte Sonneneinstrahlung und starke Gerüche; bei längerer Einlagerung empfiehlt sich zudem eine lückenlose Dokumentation von Herkunft und Füllstand.
Le Petit Smith Haut Lafitte ist die zweite Cuvée des Château Smith Haut Lafitte aus Pessac-Léognan (Graves, Bordeaux) und zielt auf frühere Trinkreife und größere Zugänglichkeit ab. Während das Grand Vin des Château in der Regel strengere Parzellenauswahl, längere Fassreife und ein größeres Alterungspotential zeigt, verwendet die Zweit-Cuvée häufig jüngere Reben oder andere Fässer, um Fruchtbetontheit und Frische zu betonen. Sammler und Genießer unterscheiden zwischen dem Prestige des Château-Weins und der Alltagstauglichkeit der zweiten Cuvée.
OHK steht für Original-Holzkiste und bezeichnet die originale Holzkiste, in der Flaschen ausgeliefert wurden; ein intaktes OHK kann für Provenienz und Sammlerwert wichtig sein. Verwandte Begriffe sind OWC (Original Wooden Case) und OC (Original Case). Zur Klarstellung: VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter und DRC ist die Abkürzung für Domaine de la Romanee-Conti; solche Abkürzungen werden in Herkunfts- und Sammlerkontexten häufig genannt.
320 €
70 €
180 €
193 €
175 €
95 €
35 €