Wie interpretiert man Jahrgänge wie 2001, 2010 und 2016 bei Rioja und Supertuscans?
Jahrgänge sollten nicht isoliert betrachtet werden: Bei älteren Rioja (z. B. 2001) erwartet man tertiäre Aromen (Ledernoten, getrocknete Früchte) und erhöhte Bedeutung von Füllstand und Zustand. 2010 gilt in vielen Regionen als reifer, ausgewogener Jahrgang mit guter Struktur; 2016 ist noch vergleichsweise jung und zeigt primäre Frucht und Gerbstoffspannung. Wichtig ist die Flaschenreife, Ausbauart (Fass vs. Edelstahltank) und Kellerpraxis des Weinguts — bei Tenuta di Biserno und klassischen Rioja‑Häusern entscheidet das Zusammenspiel von Terroir, Rebsorten und Fassausbau über die Reifeentwicklung.