Was versteht man unter einem Rosa Chardonnay und wie unterscheidet er sich von klassischem Rosé?
Ein Rosa Chardonnay entsteht, wenn die weiße Rebsorte Chardonnay mit kurzer Maischestandzeit auf den Schalen vinifiziert wird oder durch minimale Beimischung dunklerer Trauben einen zarten Roséton annimmt. Im Vergleich zu klassischen Rosés aus Grenache, Cinsault oder Pinot Noir zeigt Rosa Chardonnay häufig eine feinere, butter- bis briocheartige Textur und eine ausgeprägtere Frucht von Weißpfirsich, Zitrus und grüner Birne. Während Provence-Rosés (z. B. Domaine Ott oder Château Miraval) oft leicht, trocken und sehr fruchtbetont sind, kann ein Chardonnay-basierter Rosé an Weinen aus dem Burgund oder an Blanc-de-Blanc-Champagner erinnern — besonders wenn Ausbau in Holz oder malolaktische Gärung beteiligt ist. Erzeuger wie Weingut Seckinger oder klassische Burgunderhäuser setzen bei Chardonnay-Rosés oft auf Präzision und Struktur statt auf opulente Beerennoten.
Weitere Fragen zu diesem Thema:
- •Welche Etikettenkennzeichen und Abkürzungen (z. B. OHK, VDP, QbA) sind wichtig und was bedeuten sie?
- •Was bedeutet ‚Methode Ancestrale‘ und wie beeinflusst sie Charakter und Textur eines Weins?
- •Welche Kritiker und Bewertungssysteme sind beim Kauf von Premium-Rosé relevant?
- •Wie sollte ein Rosé-Chardonnay ideal gelagert und serviert werden?
- •Worauf achten Sammler beim Zustand älterer Flaschen (Füllstand, Kork, Etikett)?
- •Wie beurteilt man den Investitionswert eines Rosé-Chardonnays aus dem Jahrgang 2020 auf dem Sekundärmarkt?
- •Wie prägt die Note Johannisbeere das Aromaprofil und welche Speisen passen dazu?







