Worin unterscheiden sich Pinot Noirs aus Burgund (z. B. Duroche) und Neuseeland (z. B. Burn Cottage)?
Pinot Noir aus Burgund zeigt typischerweise eine feine, terroirgeprägte Mineralität, eher filigrate Tannine und eine ausgeprägte Säurestruktur; Beispiele wie Produzenten aus der Bourgogne setzen oft auf traditionelle Reifung und eine präzise Ortsausprägung. Neuseeländische Erzeuger wie Burn Cottage tendieren zu intensiver Frucht, klarer Frische und einem höheren Extrakt, bedingt durch sonnigere Vegetationsperioden in Regionen wie Marlborough oder Central Otago. Stilprägende Unterschiede ergeben sich aus Boden, Klima, Ertragsbegrenzung, Rebschnitt und Kellertechnik: Burgund favorisiert Differenzierung nach Lagen (Côte de Nuits / Côte de Beaune), Neuseeland arbeitet stärker mit klarer Fruchtbetonung und moderner Vinifikation. Beide Länder bieten sowohl jung zugängliche als auch lagerfähige Pinot Noir, je nach Produzent und Cuvee.