Was versteht man unter dem Begriff "Flutwein" und wie unterscheidet er sich von normalem Wein?
Flutwein bezeichnet Weinflaschen, die zeitweise mit Wasser, Schlamm oder Feuchtigkeit in Berührung gekommen sind — etwa durch Überschwemmungen. Entscheidend ist, ob die Flüssigkeit in die Flasche gelangt ist oder nur Etikett, Kapsel und Kork kontaminiert wurden. Äußere Verschmutzung beeinträchtigt primär die Optik und Sammlerbarkeit; dringt Wasser jedoch an den Korken, kann Oxidation, mikrobiologische Kontamination und Geschmacksveränderungen folgen. Bei hochwertigen Erzeugern wie klassischen Ahr-Spätburgundern (Beispielweingüter: Meyer-Näkel, Jean Stodden) sowie Grand-Cru-Weinen aus Bordeaux oder renommierten italienischen Häusern (z. B. Antinori, Gaja) entscheidet die interne Unversehrtheit über Trinkbarkeit und Wert.