Wie unterscheiden sich die Appellationen Pessac-Léognan, Saint-Estèphe, Saint-Julien und Margaux stilistisch und im Alterungspotential?
Pessac-Léognan (z. B. Château Pape Clément) bringt oft reife, mineralische Rotweine mit Anteil an Merlot und Cabernet Sauvignon sowie gute Lagerfähigkeit; Terroir und Reife führen zu fülligen, komplexen Weinen mit 10–25+ Jahren Potenzial. Saint-Estèphe (z. B. Château Phelan Ségur) steht für kraftvolle, tanninreiche Cabernet-lastige Weine, die solide Struktur für 10–30 Jahre bieten. Saint-Julien (z. B. Clos du Marquis) kombiniert Eleganz und Dichte, oft sehr lagerfähig bei guter Balance (10–25 Jahre). Margaux (z. B. Château Kirwan, Château du Tertre) liefert parfumierte, elegante Weine mit feineren Tanninen; je nach Château können sie von eher früher Trinkreife (5–15 Jahre) bis zu längerem Ausbau (15+ Jahre) reichen. Jahrgangscharaktere beeinflussen das: 2015 gilt als reif und opulent, 2016 als klassisch und langlebig, 2017 als wärmer und oft zugänglicher in jüngeren Jahren.