Wie war der Jahrgang 2022 im Burgund für weiße Burgunder und was bedeutet das sensorisch?
Der Jahrgang 2022 im Burgund zeichnete sich insgesamt durch warme, früh einsetzende Vegetationsphasen aus, was oft zu sehr reifen, fruchtbetonten Weinen mit guter Konzentration geführt hat. Bei weißen Burgundern zeigt sich das häufig durch ausgeprägte Steinobst- und Zitrusaromen, reichlich Extrakt und eine tendenziell zugänglichere Trinkreife in jungen Jahren. Die genaue Ausprägung hängt stark vom Dorf (z. B. Chablis vs. Côte de Beaune), Boden (Kalk vs. Ton) und vom Erzeuger ab: Top-Domaines wie Domaine Leflaive oder Domaine Roulot konnten durch sorgfältige Vinifikation oft Balance zwischen Reife und Frische erzielen, während einfacher eingesetzte Bourgogne-Weine sehr früh zugänglich, aber weniger lagerfähig sein können.
Weitere Fragen zu diesem Thema:
- •Was bedeutet Bourgogne Blanc und worin unterscheidet sich diese Appellation von Premier Cru oder Grand Cru Lagen?
- •Welche Rebsorte ist typisch für einen Bourgogne Blanc und welche Geschmacksnoten sind zu erwarten?
- •Wie sollten Burgund-Weißweine ideal gelagert werden und welchen Wert haben Original-Holzkisten (OHK/OWC)?
- •Wie lange kann ein Bourgogne Blanc aus einem guten Erzeuger reifen und woran erkenne ich eine altersgerechte Flasche?
- •Worauf sollte man beim Kauf eines Burgund-Weißweins auf dem Sekundärmarkt achten?
- •Was bedeutet ein Cuvée- oder Fantasiename wie »Laisse Tomber« auf dem Etikett und wie beeinflusst das den Stil?
- •Wie lässt sich der Marktwert eines 2022er Bourgogne Blanc realistisch einschätzen?







