Wie wirken sich jüngere Jahrgänge wie 2024, 2023, 2022 und 2021 typischerweise auf Trinkreife und Lagerpotenzial von Mosel-Riesling aus?
Junge Jahrgänge wie 2024 zeigen meist sehr frische Primäraromen, hohe Säure und ein lebendiges Trinkvergnügen; sie sind oft früh zugänglich, aber nicht zwingend für lange Lagerung ausgelegt. 2023 kann regional sehr variabel sein, mit teils reiferen Fruchtnoten. 2022 und 2021 wiederum lieferten in vielen Mosel-Teilen ausgewogene Säure-Frucht-Verhältnisse und bieten Kabinett-Stufen ein Alterungspotenzial von üblicherweise 5–15 Jahren, bei herausragenden Lagen und Produzenten deutlich länger. Generell hängt die Reifeentwicklung von Prädikat (Kabinett vs. Spätlese), Lage, Ausbauweise und Lagerbedingungen ab.