Was bedeutet Spätlese und welche Stilistik und Alterungspotenziale sind typisch?
Spätlese bezeichnet eine Prädikatsstufe, bei der die Trauben später als für einen Kabinett gelesen werden und dadurch mehr Reife und oft höhere Restsüße oder dichteres Aromenspektrum aufweisen. Bei trockener Ausprägung tendiert eine Spätlese zu klarer Frucht, strukturierter Säure und guter Trinkreife; restsüßere Varianten zeigen mehr Honig- und Botrytisaromen. Je nach Rebsorte, Lesequalität und Ausbau kann eine gut gemachte Spätlese mehrere Jahre bis Jahrzehnte reifen, dabei tertiäre Aromen entwickeln und an Komplexität gewinnen.
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