Wie beeinflusst die Herkunftsbezeichnung einer Flasche — etwa Château Margaux aus Bordeaux oder Domaine de la Romanée-Conti aus Burgund — Geschmack und Lagerfähigkeit?
Herkunftsbezeichnungen wie AOC/AOP in Frankreich, DOCG in Italien oder VDP-Einstufungen in Deutschland bündeln Aussagen zu Terroir, Rebsorte und vinifikationstechnischen Traditionen. Ein Château Margaux (Bordeaux) steht oft für Cabernet-Sauvignon-dominierten Körper, feste Gerbstoffstruktur und großes Alterungspotenzial, während eine Flasche von Domaine de la Romanée-Conti (Burgund) für Pinot Noir mit feinerer Struktur, filigraner Aromatik und ebenfalls hoher Lagerfähigkeit steht — bei anderen Spitzenproduzenten wie Gaja oder Vega Sicilia spielen Bodenstruktur und mikroklima eine ebenso zentrale Rolle. Die Herkunft bestimmt also primär Stil, Struktur und die zu erwartende Entwicklung im Keller.