Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2018 bis 2021 in Deutschland und welche Auswirkungen haben sie auf GG‑Weine?
Generell brachten die Jahrgänge 2018–2021 unterschiedliche Klimacharakteristiken: 2018 war in vielen deutschen Regionen sehr warm und ergab reife, kraftvolle Weine; 2019 gilt als harmonisch und ausgewogen mit guter Säurestruktur; 2020 brachte in vielen Lagen viel Reife, oft mit dichter Textur; 2021 war in Teilen Deutschlands anspruchsvoll (Frostrisiken, geringe Erträge), lieferte aber bei gesunden Trauben oft sehr präzise Säure und Konzentration. Für Großes Gewächs (GG) bedeutet das: warme Jahre tendieren zu opulenteren GGs mit früher Zugänglichkeit, kühlere Jahre zu strafferen, länger lagerfähigen Exemplaren. Entscheidend bleibt die Lagenqualität und die Kellerarbeit des jeweiligen Weinguts.