Was versteht man unter Rosé de Saignée und wie unterscheidet er sich von Rosé d'Assemblage in der Champagne?
Rosé de saignée ist eine Methode, bei der während der Maischegärung ein Teil des Mostes abgezogen wird, sodass die Farbe und Tannine aus den roten Traubenkonzentraten stammen. In der Champagne führt das zu intensiveren Fruchtaromen, festerer Struktur und oft einer leichteren tannischen Präsenz als beim Rosé d'assemblage, bei dem weißer Basiswein mit einem kleinen Anteil Rotwein verschnitten wird. Winzer wie Francis Boulard oder Marie Courtin wählen die saignée-Technik gezielt, um Ausdruck von Terroir und Pinot‑Noir-Charakter zu betonen.