Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2008 und 2015 in Bordeaux praktisch in Sachen Alterung und Stil?
2008 gilt als eher klassisch und kühlerer Jahrgang mit präziser Säure, strafferen Tanninen und oft längerem Reifepotenzial; solche Weine öffnen sich langsamer und zeigen tertiäre Noten wie Leder und Tabak mit zunehmendem Alter. 2015 war ein warmer, sehr guter bis exzellenter Jahrgang mit reiferer Frucht, geschmeidigeren Tanninen und frühem Trinkzugang, ohne unbedingt frühe Überreife. Für Sammler bedeutet das: 2008er können noch in der Entwicklung stehen oder besonders lohnend als gereifte Flaschen sein, 2015er liefern früher zugängliche Fruchtexplosionen und ebenfalls solides Alterungspotenzial.
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