Was bedeutet GG (Großes Gewächs) und wie wirkt sich die Klassifikation auf die Alterungsfähigkeit aus?
GG steht für Großes Gewächs und ist die Spitzenstufe innerhalb des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Die Klassifikation bezieht sich auf trocken ausgebautes Spät- oder Auslese-Qualitätsniveau aus gereiften Einzellagen. Qualitätskriterien wie Traubenqualität, Ertragsbegrenzung und lagegerechte Vinifikation sorgen häufig für Konzentration, hohe Säurestruktur und Extrakt – ideale Voraussetzungen für langes Reifen. Viele GG-Rieslinge und GG-Pinots können nach acht Jahren bereits Trinkreife zeigen, erreichen ihr Höhepunkt aber oft erst nach 10–30 Jahren oder länger, abhängig von Produzent, Jahrgang und Lage. Namen wie Weingut Klaus-Peter Keller (KPK), Weingut Wittmann, Weingut Bürklin-Wolf oder Weingut Clemens Busch sind Beispiele für Erzeuger, deren Toplagen-GG-Weine besonders lagerfähig sind.
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