210 €
zzgl Versand
Magnums benötigen die gleichen Grundbedingungen wie Standardflaschen, profitieren aber noch stärker von konstanter Lagerung: 10–14 °C, relative Luftfeuchtigkeit 60–75 %, dunkler, vibrationfreier Raum und liegende Lagerung, sofern der Korken mit Wein benetzt bleiben soll. Bei Weinen wie Château Margaux oder Burgund-Grand-Crus empfiehlt sich eine langfristige Lagerung in professioneller Vinothek oder Bankbodega mit dokumentierter Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle, um eine gleichmäßige Reifung zu gewährleisten.
Ullage ist ein zentraler Indikator für den Zustand alter Weine. HF (High Fill) bedeutet perfekter Füllstand, IN (Into Neck) sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) akzeptabel, besonders bei Weinen älter als 15–20 Jahre. Bei Magnums ist eine etwas bessere Erhaltung der Ullage zu erwarten als bei Standardflaschen, trotzdem sollten Käufer die Position des Weins im Halsniveau prüfen. Niedrigere Stände wie MS/LS (Mid/Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin und erfordern Vorsicht, besonders bei Bordeaux- oder Burgund-Magnums von renommierten Produzenten.
Der langsamere Alterungsprozess in Magnums beruht auf dem geringeren Verhältnis von Sauerstoff zu Wein im Flaschenvolumen. Deshalb entwickeln sich Tannine und Aromastruktur oft harmonischer und feiner über Jahrzehnte. Bordeaux von Château Latour oder reife Burgunder aus Domaine de la Romanée-Conti zeigen in Magnums häufig eine längere geschmackliche Plateauphase. Für Riesling Kabinett bis Auslese kann das Magnum-Format ebenfalls die Säure- und Fruchtausgewogenheit verlängern. Der konkrete Trinkzeitpunkt hängt von Rebsorte, Jahrgang und Lagerhistorie ab; regelmäßige Kontrolle von Flaschenfüllstand und Zustand hilft bei der Entscheidung.
Eine Magnum ist eine Flasche mit 1,5 l Inhalt (doppeltes Standardformat) und wird besonders geschätzt, weil das größere Volumen das Verhältnis von Wein zu Sauerstoff im Laufe der Reife verändert. Größere Flaschen wie Magnums fördern eine gleichmäßigere, langsamere Alterung, weshalb Hersteller und Sammler Magnums für Bordeaux-Grand-Cru wie Château Lafite oder Château Margaux sowie für Burgunder von Domaine de la Romanée-Conti suchen. Auch deutsche Spitzenrieslinge von Weingut Keller profitieren in Magnum von gesteigerter Harmonie und längerer Trinkreife.
Magnums können attraktive Anlagevehikel sein, weil das Format bei Sammlern und für Events sehr gefragt ist. Entscheidende Kriterien sind Produzent (z. B. Château Lafite, Château Latour, Domaine de la Romanée-Conti), Jahrgangsqualität, Provenienz, originale Verpackung (OHK/OWC/OC), Füllstand und authentische Lagernachweise. Investoren sollten Marktliquidität, Auktionsergebnisse, Lagerkosten, Versicherungsaufwand und mögliche Gebühren bei Verkaufskanälen wie Auktionshäusern oder spezialisierten Händlern berücksichtigen. En Primeur-Käufe betreffen meist Standardformate; für Magnums ist sekundärmarktliche Verfügbarkeit und solide Dokumentation wichtiger.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Solche Originalverpackungen sind wichtige Provenienznachweise, erhöhen Sammlerwert und können bei Auktions- oder Wiederverkaufsprozessen die Preisgestaltung beeinflussen. Eine Magnum von Spitzenhäusern, die in der OHK dokumentiert ist, gilt als besser rückverfolgbar — ein Vorteil bei Investments oder beim Handel über Auktionen und Fachbörsen.
Magnums sind sperriger und empfindlicher beim Handling als Standardflaschen. Professionelle Transportverpackung mit stoßdämpfendem Material, stabiler Holzkiste oder geprüfter Kartonage sowie eindeutige Kennzeichnung sind Pflicht. Versicherung sollte Transportschäden, Temperaturschäden und Verlust abdecken; für hochwertige Magnums von Topproduzenten empfiehlt sich Vollwertversicherung. Für internationalen Versand sind Zollerklärungen und gegebenenfalls Alters- und Ausfuhrbestimmungen zu beachten.
Magnums eignen sich hervorragend für gesellige Anlässe: Eine 1,5-l-Flasche reicht für etwa 10 Gläser à 150 ml. Ältere Bordeaux- oder Burgunder-Magnums sollten vorsichtig dekantiert werden, idealerweise mit einer Weinlampe oder sanfter Kipptechnik, um Depot zu trennen. Jüngere kraftvolle Weine profitieren oft von kurzer Belüftung. Serviertemperaturen: leichte Weine 10–12 °C, Weißweine 8–12 °C, Rotweine 16–18 °C. Bei Riesling-Spätlese oder Auslese auf die Temperatur achten, um Süße und Säure im Gleichgewicht zu halten.
195 €
250 €
175 €
1 €
1234 €
100 €