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Auf Provenienz prüfen Sie Rechnungen, Auktionsprotokolle und Transportdokumente; Original-Holzkisten (OHK/OWC/OC) mit Händleretiketten sind starke Indizien. Achten Sie auf konsistente Etiketten, Kapsel, Datum und Flaschenform, vergleichen Sie mit Referenzfotos großer Häuser und lassen Sie bei Verdacht auf Fälschung eine Expertenbegutachtung oder Laboranalyse durchführen. Bedeutend sind außerdem Füllstände (Ullage) und Korkzustand, die Rückschlüsse auf Lagerbedingungen und Echtheit erlauben.
Original-Holzkisten bieten den besten Schutz; beim Versand sind klimakontrollierte Transporte zu bevorzugen, insbesondere für ältere Jahrgänge. Verwenden Sie stoßdämpfende Verpackung, stabile Paletten und temperaturgeregelte Container bei Ferntransport. Sichern Sie Transportehaftpflicht und fotografieren Sie Zustand und Füllstände vor Übergabe; bei besonders wertvollen Beständen empfiehlt sich ein Kurierdienst mit Weinspezialisierung.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC/OC für Original Wooden Case / Original Case. VDP ist der Verband Deutscher Prädikatsweingüter und kennzeichnet in Deutschland Spitzenlagen wie VDP.Grosse Lage. DRC ist die Abkürzung für Domaine de la Romanee-Conti, ein legendäres Burgunder-Domaine. Weitere nützliche Abkürzungen: GG = Grosses Gewaechs, EP = En Primeur (Zukunftskauf), QbA = Qualitaetswein bestimmter Anbaugebiete.
Ullage ist ein entscheidender Qualitätsparameter: HF (High Fill) ist ideal, IN (Into Neck) sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel für Weine älter als 15–20 Jahre, VHS (Very High Shoulder) zeigt erste Oxidationszeichen, MS/LS (Mid/Low Shoulder) signalisiert hohes Risiko. Beim Kauf einer Kellerkiste vergleichen Sie die Füllstände aller Flaschen derselben Charge; leichte Unterschiede sind normal, starke Abweichungen deuten auf Wärme- oder Lagerschäden hin.
Bordeaux First Growths (z. B. Château Latour, Château Lafite) reifen oft mehrere Jahrzehnte, viele erreichen ihren Höhepunkt nach 20–40 Jahren. Burgundische Grand Crus (z. B. DRC) zeigen je nach Jahrgang 10–30+ Jahre Lagerfähigkeit, bei Ausnahmejahrgängen deutlich länger. Deutsche Grosses Gewaechs (GG) können 10–25 Jahre reifen; Rieslinge mit Prädikat oft noch deutlich länger. Trinkfenster hängen stark vom Jahrgang, Ausbau und Lagerhistorie ab; Dekantieren empfiehlt sich bei älteren Rotweinen.
Eine Kellerkiste bezeichnet eine Sammlung oder Original-Holzkiste (OHK/OWC/OC) mit mehreren Flaschen aus einer oder mehreren Top-Lagen. Bei den «großen Lagen» spricht man je nach Herkunft von Grand Cru (Burgund), First Growths (Bordeaux) oder VDP.Grosse Lage/Erste Lage (Deutschland). Typische Referenzen für Sammler sind Château Lafite, Château Latour und Château Margaux in Bordeaux, Domaine de la Romanee-Conti (DRC) im Burgund sowie renommierte deutsche Erzeuger wie Weingut Keller. Solche Namen beeinflussen Lagerverhalten, Preis und Reifepotenzial massiv.
Gängige Formate sind 0,375 l (Demi), 0,75 l (Standard), 1,5 l (Magnum), 3 l (Double Magnum), 6 l (Imperial) und größere Formate bis Salmanazar oder Nebukadnezar. Größere Formate reifen in der Regel langsamer und gleichmäßiger, was sie für Langzeitlagerung attraktiv macht; sie sind zudem rarer und daher wertvoller pro Flasche. Bei Bewertung einer Kellerkiste gilt: Format, Anzahl der Flaschen und originale Holzverpackung beeinflussen sowohl Sammlerwert als auch Marktliquidität.
Der Preis orientiert sich an Produzent, Jahrgang, Zustand, Füllständen, Originalverpackung und Nachfrage. Referenzen liefern Auktionsresultate, Händlerlisten und Bewertungen durch RP (Robert Parker), JS (James Suckling) oder VN (Vinous). Berücksichtigen Sie Flaschenformat (z. B. Magnum hat oft höheren Wert je Liter), Provenienzdokumente und aktuelle Markttrends; En-Primeur-Notierungen und historische Kursentwicklungen großer Häuser wie Château Lafite oder DRC helfen bei Langfrist-Einschätzungen.