Wie beeinflussen die Jahrgänge 2019, 2021, 2022, 2023 und 2024 das Reife‑ und Genussprofil?
Ältere Jahrgänge wie 2019 haben bereits erste sekundäre und tertiäre Aromen entwickelt; sie zeigen oft mehr Komplexität, weichere Tannine (bei Rot) oder ausgeprägtere Honig‑ und Nussnoten (bei Weiß) und profitieren von weiterer Flaschenreife. Jüngere Jahrgänge (2021–2024) präsentieren sich frischer, mit klarer Primärfrucht, lebendiger Säure und oft dichterer Fruchtkomponente. Für Weingut Tscheppe gilt: ältere Jahrgänge eignen sich sofortiges oder mittelfristiges Genießen mit Reifecharakter, die jüngeren Jahrgänge gewinnen über einige Jahre an Komplexität. Bei Sammlern ist es üblich, ein Portfolio aus verschiedenen Jahrgängen zu halten, um die Entwicklung der Einzellagen zu verfolgen.