80 €
Aus Subskription und perfekter Lagerung
Saint-Julien im Médoc ist bekannt für gut drainierte Kies- und Sandböden mit Tonschichten; diese Mischung begünstigt eine Cabernet-Sauvignon-dominierte Assemblage. Château Léoville Barton, klassifiziert als Deuxième Cru Classé von 1855, profitiert von kühlen Atlantik-Einflüssen und tiefgründigen Kieslagen: das Ergebnis sind kompakte Tannine, klare Fruchtstruktur und ausreichende Mineralität, die langfristiges Reifepotenzial ermöglichen.
Wichtige Prüfungen sind vollständige Provenienz/Belege, intaktes Etikett ohne große Beschädigungen, Korkzustand (keine starken Ausblühungen oder Ausrisse) und der Füllstand. Achten Sie auf HF (High Fill) oder IN (Into Neck) als optimale Zustände; TS (Top Shoulder) ist bei älteren Bordeaux noch vertretbar. Original-Holzkisten (OHK/OWC) und lückenlose Lagernachweise erhöhen Sicherheit und Wiederverkaufswert.
Ein gut gelagerter Léoville Barton 2018 kann je nach Flasche und Lagerbedingungen 15–30 Jahre oder länger reifen. In den ersten 5–10 Jahren dominiert die konzentrierte Frucht und feste Gerbstoffstruktur; zwischen etwa 10 und 20 Jahren treten tertiäre Aromen wie Leder, Tabak und Waldboden stärker hervor. Längere Reife erfordert perfekte Lagerung und intakte Füllstände.
En Primeur (auch Subskription genannt) ist der Kauf des Weins in Fass während der Verkaufsperiode vor der Abfüllung. Wichtige Begriffe dabei sind OHK (Original-Holzkiste), OWC (Original Wooden Case) und OC (Original Case): diese Verpackungen bestätigen oft die Provenienz und sind bei Sammlern und Händlern wertsteigernd, weil sie Auslieferungszustand und komplette Lieferkette dokumentieren.
Als klassischer Bordeaux-Deuxieme-Cru besitzt Léoville Barton grundsätzlich Anlagecharakter, doch zählen mehrere Faktoren: Jahrgangsqualität, Provenienz und Lagerung, Reputation des Weinguts, Kritikerresonanz sowie Verpackung (z. B. OHK/OWC). Formate wie Magnum sind auf dem Sekundärmarkt oft gefragter. Aus Anlagesicht empfiehlt sich der Kauf nur mit lückenlosem Herkunftsnachweis und professioneller Lagerung, da diese den Wert maßgeblich beeinflussen.
Château Léoville Barton setzt traditionell auf eine Mischung mit Schwerpunkt Cabernet Sauvignon, ergänzt durch Merlot und selten Cabernet Franc. Der Stil ist klassisch bordelaiser: dichtes Tanninfundament, präzise Säure, schwarze Frucht und dezente Gewürz- sowie Toastnoten durch Ausbau in Eichenholzfässern, wobei häufig ein Anteil neuer Barriques zum Strukturaufbau verwendet wird.
Der Jahrgang 2018 in Bordeaux gilt als warm und sehr reif, mit hoher Konzentration und reifen, aber oft festen Tanninen. Für ein strukturiertes Château wie Léoville Barton bedeutet das intensivere Fruchtausprägung und solides Lagerpotenzial; bei guter Ernteauswahl entsteht ein kraftvoller, langlebiger Wein, der von kühler Lagerung und geduldiger Flaschenreife profitiert.
Ideale Bedingungen sind konstant 12–14 °C, 60–75 % Luftfeuchtigkeit, Dunkelheit und vibrationsfreier Standort; die Flasche liegend lagern, um den Korken feucht zu halten. Vor Bewertung auf Füllstand prüfen: HF (High Fill) bedeutet nahezu perfekter Füllstand, IN (Into Neck) sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei älteren Weinen, VHS (Very High Shoulder) und MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) signalieren erhöhtes Oxidationsrisiko.
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