Worauf sollte man beim Kauf oder bei der Bewertung einer gebrauchten Flasche achten (Provenienz, Füllstand, Etikett)?
Provenienz und Lagerhistorie sind entscheidend: Fragen nach durchgängig kontrollierter Lagerung und Originalverpackung (z. B. OWC / Original Wooden Case, OC / Original Case, OHK / Original-Holzkiste) geben Sicherheit. Technisch sind Füllstand (Ullage), Zustand des Korkens und des Etiketts wichtige Indikatoren. Ullage-Klassifikationen wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder) oder MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) helfen, Alterungs- bzw. Oxidationsrisiken einzuschätzen. Bei einem Wein aus 2018 sind moderate Schwankungen unkritisch, aber sichtbare Niedrigfüllstände oder verschmutzte Etiketten können auf unsachgemäße Lagerung hinweisen. Auch fehlende oder stark beschädigte Originalverpackung mindert den Sammlerwert.
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