Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2019 und 2020 geschmacklich und im Reifepotenzial?
Generell war 2019 in vielen deutschen Anbaugebieten wärmer und ergibt oft körperreichere, reifere Rieslinge mit ausgeprägter Frucht. 2020 zeichnete sich vielfach durch präzisere Säure und klares Frucht‑Acid‑Profil aus, was den Weinen oft längeres Lagerpotenzial verleiht. Bei einem fein vinifizierten Single‑Vineyard wie der Abtserde heißt das: 2019 kann früher zugänglich und üppiger wirken, 2020 zeigt häufig schlankere, präzisere Strukturen und hat sehr gutes Alternationspotenzial. Konkrete Trinkfenster hängen immer vom Ausbau (trocken vs. restsüß) und der Kellertechnik ab.
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