Wie beurteile ich einen "Wein‑Schatz" aus dem Keller: Füllstand (Ullage), Etikett und Provenienz korrekt bewerten?
Bei der Entdeckung einer älteren Flasche gelten drei Prioritäten: Füllstand (Ullage), Etikett/Etikettenzustand und Provenienz. Ullage-Stufen werden z.B. als HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder) bis LS (Low Shoulder) klassifiziert. Für Bordeaux und Burgunder gelten HF/IN als sehr gut, TS ist bei Flaschen älter als 15–20 Jahre noch akzeptabel. Das Etikett sollte vollständige Jahrgangs- und Herstellerangaben (z. B. Château, Domaine, Weingut) sowie keine verfälschenden Manipulationen zeigen. Provenienz dokumentieren Sie durch Kaufbelege, Lagerungsnachweise oder Fotos aus alten Weinkellern; fehlende Papiere senken den Marktwert trotz guter Optik. Bei besonders wertvollen Flaschen empfiehlt sich eine professionelle Beurteilung oder Laboranalyse zur Authentizität.
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