Was bedeutet die Bezeichnung „Riesling unter Flor“ und wie funktioniert diese Methode?
„Unter Flor“ beschreibt eine biologische Reifungsart, bei der eine schützende Hefeschicht (Florhefe) an der Oberfläche des Weins entsteht und den Kontakt mit reiner Luft begrenzt. Diese Methode ist aus der Sherry-Produktion bekannt (z.B. Fino) und wird vereinzelt experimentell auf andere Rebsorten angewendet. Bei einem Riesling führt die Flor-Reifung zu einer subtilen oxidative Prägung: die Primäraromen der Riesling-Typizität bleiben oft erhalten, werden jedoch um nussige, leicht hefige und salzige Noten ergänzt, während die hohe Säurestruktur des Rieslings als Gegenpol zur Reifung wirkt.
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