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Der Jahrgang 2022 in vielen deutschen Anbaugebieten war geprägt von warmen, frühreifen Bedingungen, die zu konzentrierten, reifen Aromen und oft höherem Alkohol führten. Für rotburgundische Ausrichtungen oder kräftigere Grauburgunder bedeutet das meist gute Reifepotentiale bei gleichzeitig frühem Genussreife. Je nach Ausbaustil des Weinguts (barrique vs. großes Holzfass vs. Edelstahltank) können Weine 2022 sowohl in den nächsten 5–15 Jahren Trinkfreude liefern als auch bei konservativerem Ausbau länger davon profitieren.
Der Turmberg bezeichnet eine markante Weinbergslage in Baden mit starkem Kleinklima und teils steilern Südlagen. In dieser Region sind vor allem Burgunderreben verbreitet – insbesondere Spätburgunder (Pinot Noir) und Grauburgunder (Pinot Gris) – weil sie von warmen, windgeschützten Hängen und guten Wärmespeicherböden profitieren. Lagenkarakteristiken wie feiner Fruchtkern, geschliffene Säure und oft eine feine Würze können typisch für Trauben aus dem Turmberg sein.
Bei einem Weingut mit Namen wie Weingut Weil helfen folgende Quellen: die offizielle Winzer‑Website, technische Datenblätter der jeweiligen Lage (z. B. Turmberg), Mitgliedschaften in Verbänden wie dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) und Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Jancis Robinson). Wichtige Indikatoren für Stil und Qualität sind Rebsortenspezifik, Ausbauart (Holzfass, Barrique, Edelstahl), Lagenangabe und Jahrgangsbeschreibung sowie Auszeichnungen oder Punkte von Fachkritikern.
Magnums können als Anlage interessant sein: das größere Format erhöht die Alterungsstabilität und spricht Sammler an. Auf dem Sekundärmarkt entscheiden Spitzenlagen, Jahrgangsqualität, Kritikerbewertungen, Provenienz und Lagerung über den Wert. Wichtige Kriterien sind zudem Originalverpackung (z. B. OHK), intakte Etiketten, akzeptable Ullage und dokumentierte Kaltlagerung. Kurzfristige Wertsteigerungen sind selten garantiert; meist lohnt sich ein langfristiger Horizont und genaue Recherche zu Winzer, Lage (z. B. Turmberg) und Jahrgang (z. B. 2022).
Magnums lassen sich grundsätzlich wie Standardflaschen öffnen, benötigen aber beim Handling mehr Platz. Beim Dekantieren profitiert ein Magnum oft von einer längeren, sanfteren Belüftung — bei gereiften Rotweinen empfiehlt sich langsames Eingießen in eine große Dekantierkaraffe, bei jungen Spätburgundern kann kürzeres Dekantieren die Frucht betonen. Serviertemperaturen richten sich nach Rebsorte: leichtere Rotweine (z. B. Spätburgunder) 14–16 °C, körperreichere Weißweine 10–12 °C. Wegen des höheren Inhaltsvolumens kühlt man Magnums am besten in großen Kühlbehältern gleichmäßig.
Magnum steht für das Flaschenformat 1,5 Liter. Größere Formate reifen langsamer als Standardflaschen (0,75 l), weil das Verhältnis von Wein zu Luft im Flaschenhals günstiger ist. Für Rotweine wie Spätburgunder aus Baden oder Lagenweine vom Turmberg kann ein Magnum daher eine ruhigere, elegantere Reifung und längere Lagerfähigkeit bringen. Außerdem ist die Präsentation bei besonderen Anlässen und beim Teilen am Tisch attraktiver; beim Öffnen zeigen sich häufig harmonischere Tannine und eine feinere Aromatik.
OHK steht für Original‑Holzkiste. Bei sammelwürdigen Abfüllungen signalisiert eine Original‑Holzkiste oft bessere Provenienz und vollständige Ausstattung bei Lieferung oder Lagerung. Für Sammler kann eine intakte OHK den Wiederverkaufswert steigern, weil sie Vollständigkeit und Sorgfalt belegt. Gleichartige Begriffe sind OC (Original Case) oder OWC (Original Wooden Case). Wichtig bleibt aber stets die tatsächliche Lagergeschichte und der Zustand der Flasche selbst.
Die Ullage gibt Auskunft über Alterungszustand und Lagerung: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideal, TS (Top Shoulder) bei älteren Flaschen noch akzeptabel; VHS, MS oder LS deuten auf Oxidationsrisiken hin. Bei Magnums ist wegen des langsameren Reifeverlaufs die Ullage oft besser als bei Standardflaschen. Neben Füllstand sollte man Korkzustand, Etikett, Abdichtung und eventuelle Ablagerungen prüfen. Fotos und eine lückenlose Lagerhistorie sind für die Beurteilung hilfreich.
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